„Schöner Leben“ in der Ulmenstraße!

Verfasst am: 2020-09-09  •  Autor: Ferdi Seidelt  •  Fotos: Ferdi Seidelt

„Schöner Leben“ in der Ulmenstraße!„Schöner Leben“ in der Ulmenstraße!„Schöner Leben“ in der Ulmenstraße!

Das Stenogramm für die alten/neuen Gebäude an der Ulmen-/Birkenstraße in Kaldenhausen: 1960 43 schmucke Wohnungen, 1990 Schicht im Schacht, 2020 wieder 43 attraktive Steinbau-Wohnungen. Die Aktennotiz für das benachbarte Fröbel-Areal: 1981 Start der Sonderschule für Geistigbehinderte, 2010 Umzug nach Rheinhausen. Ab 2021 Bau von weiteren 27 Eigentumswohnungen (Steinbau) und 33 Mietwohnungen sozialer Wohnungsbau (GEBAG).
Insgesamt werden an der Ulmenstraße also rund 100 Familien eine neue Heimat finden. Grund genug, einmal genauer auf die Geschichte der beiden nebeneinander liegenden Gelände zu schauen.
1960 baute die Doppelgemeinde Rumeln-Kaldenhausen direkt neben der „Polensiedlung“, also Birkenstraße/Ecke Ulmenstraße, zwei stattliche Mehrgeschosser und eine Ladenzeile – eine attraktive Maßnahme für insgesamt 43 Familien. Es folgten glückliche und kurzweilige Jahrzehnte, doch mit dem Konkurs des Investors Kun-Bau und der Übernahme der Immobilien durch eine Wuppertaler Käufergemeinschaft ging es mit dem sympathischen Miteinander steil bergab. 1990 wurden die letzten Wohnungen für unbewohnbar erklärt, die Stadt sicherte Fenster und Türen der Ruinen durch dicke Metallplatten. 2020, also wieder 30 Jahre später, werden die ersten der wieder 43 Familien ihr neues Domizil beziehen.
Weniger spektakulär verlief die Geschichte „nebenan“. 1981 zog die Sonderschule für Geistig Behinderte von der Schule „Am Kreuz“, Düsseldorfer Straße 148, in das neue Schulgebäude an der Ulmenstraße 15, um dort 30 Jahre, bis 2010, dort zu bleiben. Die fehlende Schule tat den Gebäuden alles andere als gut, lediglich die Turnhalle wurde noch von örtlichen Vereinen genutzt.
Bereits 2010 gab es einen ersten Beschluss der Politik, das insgesamt 17.000 qm große Tandem-Gelände für eine attraktive Wohnbebauung zu überplanen. Etliche Bebauungsvorschläge machten die Runde, darunter auch Ideen, die wenig später, da nicht Umfeld-konform oder marktfähig, wieder zurückgezogen wurden. Erst eine Überplanung der Gelände mit den Ideen des Bauträgers Steinbau brachte den Durchbruch. Im Juni 2018 hatte ein mehrstündiges Gespräch zwischen Volksvertreter Ferdi Seidelt und Eigentümerin Brigitte Huppertz die lang ersehnte Freigabe des Geländes gewissermaßen eingeläutet.
Auf dem Gelände der Wuppertaler Käufergemeinschaft wurden fünf zeitgemäße Wohnkörper mit schmucken Eigentumswohnungen genehmigt, alle fanden, kaum waren die Steinbau-Exposés im Umlauf, dermaßen schnell neue Besitzer, dass der Bauträger seinen Zeitplan neu erfinden musste.
Für die drei Steinbau-Gebäude wiederum auf dem Areal der Stadt (Fröbel-Schule) liegen bereits etliche Reservierungen vor. Die 33 attraktiven Mietwohnungen der GEBAG dürften ebenfalls über mangelnde Nachfrage nicht klagen. Mit dem Abriss der Schulgebäude-Reste ist bis Oktober 2020 zu rechnen, ab Mai 2021 wird neu gebaut. Momentan befindet sich der „Bauabschnitt 2“ im Verfahren, sprich es wird von Politik und Verwaltung intensiv an finalen Details gearbeitet. Was jetzt schon feststeht: Beide Bauabschnitte und beide Architekturformen werden sich bewusst im ähnlichen Stil zeigen, um ein ästhetisches Gesamtbild zu garantieren.

Zu den Bildern (zum Vergrößern bitte anklicken):
1 - Januar 2019 - Das Ende der Wohnanlage Birken-/Ulmenstraße ist nahe. Unser Bild zeigt die einst so beliebte „Ulmenwirtin“ - kurzweilige Stunden in der kultigen Kneipe leben fortan nur noch in der Erinnerung fort (Foto Ferdi Seidelt).
2 - Februar 2019 - Für die Nachbarn ein ungewohntes Bild: Die zentnerschweren Metallplatten sind von den Fenstern und Türen abmontiert worden, das Horrorhaus Kaldenhausen wird für den Abriss vorbereitet (Foto Ferdi Seidelt).
3 - März 2019 - Über mehrere Wochen beherrscht der Abrissbagger das Bild. Dann ist bis zum letzten Schutt-Brocken die Siedlung anno 1960 Geschichte. Die Firma Steinbau schreibt sogleich ein neues Kapitel (Foto Ferdi Seidelt).
4 - April 2019 - Die vom renommierten Architekten Heinz Dahmen entwickelte Bebauung, hier Blick von der Ulmenstraße aus, wird von Politik und Verwaltung begrüßt. Markant die im Gebäude eingebundenen Stellplätze (Foto Ferdi Seidelt).
5 - Dezember 2019 - Dieses Gebäude ist im Rohbau fertig, hier wird ab Herbst 2020 – nach drei Jahrzehnten - neues Leben einkehren. Unser Bild zeigt Steinbau-Chef Arne Thomsen beim symbolischen Richtfest (Foto Ferdi Seidelt).
6 - August 2020 - Deutlich erkennbar ist die Zuwegung, über die von der Ulmenstraße aus die fünf Wohnhäuser des ersten Bauabschnitts erreicht werden. Bereits im Herbst wird es hier die ersten Familien geben (Foto Ferdi Seidelt).
7 - September 2020 - Vor dem Klassentrakt der ehemaligen Fröbel-Schule liegen etliche Säcke Sondermüll und ein großer Haufen Metallschrott. Ein sicheres Indiz, dass die Gebäude-Ruinen bald abgerissen werden (Foto Ferdi Seidelt).

Schöner Leben in der Ulmenstraße! Schöner Leben in der Ulmenstraße! Schöner Leben in der Ulmenstraße! Schöner Leben in der Ulmenstraße!

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Fußball-Armada der JSG – alle Kraft voraus!

Verfasst am: 2020-09-04  •  Autor: Ferdi Seidelt  •  Fotos: Ferdi Seidelt

Fußball-Armada der JSG – alle Kraft voraus!

31. Juli 2020. Im Mienenspiel der Vereinsbosse wird die Anspannung deutlich. Paolo Sabella (Rumelner TV) und Daniel Stöpke (FC Rumeln-Kaldenhausen) steuern seit Monaten ihre Klubs durch alle Corona-Klippen. Jetzt lächeln sie entspannt.

Ein besonderer Termin steht an. Ihr Gemeinschaftsprojekt, die "Jugendspielgemeinschaft Rumeln" stellt sich der Öffentlichkeit vor! Rund 80 Jugendliche im Alter von 15 bis 18 Jahren bilden zwei A- und zwei B-Teams und sind somit die Gründungsmitglieder der "JSG Rumeln 2020". Sogleich finden sich Sponsoren, die die Flaggschiffe der Balltreter schick einkleiden.

Fußball-Armada der JSG – alle Kraft voraus!

Paolo Sabella sieht in der Zusammenarbeit eine historische Komponente: "Lange genug haben sich die Vereine kritisch, auch schon einmal sehr kritisch gegenübergestanden. Das ist jetzt vorbei, nunmehr arbeiten wir zum Wohle unserer Jugend Schulter an Schulter." Daniel Stöpke benennt den sportlichen Aspekt: "Obwohl beide Vereine zusammen etwa 35 Mannschaften aufbieten und jeder für sich solide arbeiten könnte, macht die Bündelung der Talente aus sportlicher Sicht immer Sinn."

Und in der Tat: Ähnlich wie die Handballer seit Jahrzehnten ihre Möglichkeiten im Ort konzentrieren und damit sportlich sehr gut aufgestellt sind, werden nun die Fußballer im Jugendbereich Vergleichbares tun. Mit dem Fußballverband einer Meinung sind sie mit der Feststellung, dass durch eine Kooperation tunlichst jeder Fußballer zu möglichst vielen Spieleinsätzen kommt. Was der eine Verein zu viel hat, dem anderen aber fehlt, kann so ausgeglichen werden.

Fußball-Armada der JSG – alle Kraft voraus!

Ein konkretes Beispiel: Beide Vereine haben dermaßen viele elf und zwölf Jahre alte Jugendliche, dass jeweils zwei kopfstarke D-Mannschaften hier wie dort gebildet werden können. Wären alle Kids in einem Klub würden fünf Teams gemeldet, weniger Bankdrücker wären die Folge. So ist es mit Blick auf den einzelnen Spieler richtig, in beiden (Mutter)vereinen je eine D1 und D2 zu haben - und in der JSG eine (gemeinsame) fünfte Mannschaft, eine D3. Eine Win-Win-Win-Situation. Für den RTV, den FCR - und die Fußballer, die nur eines wollen: spielen!

Fußball-Armada der JSG – alle Kraft voraus!

Zurück zur JSG: Beim Fototermin wurde insbesondere auch den Sponsoren Deutsche Vermögensberatung Thomas Eckert (A-Jugend) und REWE Rumeln Hendrik Johann (B-Jugend) gedankt. Sie bilden gewissermaßen die "wirtschaftlichen Taufpaten", wie es Förderer Ferdi Seidelt, zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit, formulierte. Finanzielle Hilfe werde auch künftig nötig sein, wollen die Teams zuerst einmal in der Bestengruppe eine gute Rolle spielen. Und dann gibt es "eins höher" die neu eingeführte Grenzlandliga, darüber die leistungsstarke Niederrheinliga. Ziele, für die es sich lohnt, Kicker-Können zu konzentrieren.

Absolut wichtig der soziale Aspekt. Die jungen Kicker haben mehrere Nationalitäten, auch einige Flüchtlinge schnüren ihre Schuhe. Im Verein sind alle gleich. In einer Mannschaft hat jeder seine Rolle, wird teamorientiert gehandelt, Rücksicht auf den Kameraden genommen. Soziale Grenzen verschwinden. Fußball eben.


Zu den Bildern (zum Vergrößern bitte anklicken):
0 - Vorfreude bei der jugendlichen Kicker-Armada aus Rumeln-Kaldenhausen, links die A, rechts die B, auf der Bank die Verantwortlichen. In der Jugendspielgemeinschaft Rumeln gibt es insgesamt 80 Spieler im Alter von 15 bis 18 Jahren.
1 - Das Flaggschiff A-Jugend (links Cheftrainer Thomas Michels) ist das Sprungbrett für den Erwachsenenbereich, die besten Spieler steigen in die 1. oder 2. Herrenmannschaft auf. Die JSG-Spieler haben die Wahl: RTV oder FCR.
2 - Die Gründer und Förderer der just gegründeten "JSG Rumeln" (vl): Paolo Sabella (RTV), Thomas Eckert (DVAG), Hendrik Johann (REWE) und Daniel Stöpke (FCR). Sicherlich spannend, wie das Projekt durch sein erstes Jahr kommt.
3 - Die B-Jugend (rechts Cheftrainer Jürgen Seck) wird mehrheitlich vom FCR gestellt, der RTV steuert weitere Spieler hinzu. Ein gutes Beispiel, wie eine Spielgemeinschaft zu schlagkräftigen Mannschaften führen kann.

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