Bäckerei im Wandel - Michael Kellings übernimmt

Verfasst am: 2025-04-01  •  Autor: Ferdi Seidelt  •  Fotos: Seidelt/privat

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Wenn ein Mensch 65 Jahre alt geworden ist, hat er das Rentenalter erreicht. Das wurde 1916 festgelegt und galt bis 2007. So gesehen ist die Feinbäckerei Wiedemann, 1960 von Hans Wiedemann gegründet, eine Rentnerin. Was natürlich Nonsens ist. Gewissermaßen in Rente gehen aber die Bäckersleute Peter und Petra Wiedemann – besser: sie treten ab 1. April 2025 kürzer. Voll ins Geschirr genommen als neuer Chef wird Bäckermeister Michael Kellings (55), der irgendwie schon immer im Betrieb war und der von Peter Wiedemann höchstpersönlich entdeckt wurde. Wie das?
1988 laufen sich bei einem Handballturnier in Repelen Peter und Michael über den Weg. Ersterer überzeugt letzteren, eine Lehre im väterlichen Betrieb zu beginnen. Was Michael auch tut und 1995 mit dem Meisterbrief krönt. Peter selbst, Lehre ab 1978, Meister ab 1984, übernimmt 1998 den Betrieb von Vater Hans und gibt ihn jetzt an Michael weiter. Für Wiedemann ist seit Jahren klar, dass nur Kellings als Nachfolger in Frage kommt.
Dass er nicht „bis 65“ wartet, sondern bereits 63-jährig den Staffelstab übergibt, liegt am gewollt „weichen Wechsel“. Michael führt die Firma stundenreich und mit allem Drum und Dran, sein Entdecker bleibt dem Unternehmen noch ein wenig „im Hintergrund und in Teilzeit“ erhalten (was auch für die nimmermüde Gattin Petra gilt).
Was ist nun mit Blick nach vorne? Chef Kellings und Team pflegen und hegen die Betriebe Buchenstraße und Düsseldorfer Straße in Kaldenhausen, bieten Wochenmärkte an in Rumeln-Kaldenhausen (do), Beeck (sa), Bergheim (fr), Bockum (do), Neukirchen (mi, sa) und KR-Mitte (fr), sind unverzichtbare Begleiter von Kirchengemeinden, Bestattern und Sonderterminen.
Im Weckmann-Segment haben sie bereits ein Alleinstellungsmerkmal, bei den Kuchen brillieren die sieben Mann in der Produktion auf ihre Weise. Die sonntägliche Schlange vor dem Betrieb an der Düsseldorfer Straße für fünf, sechs Sorten Sahnekuchen als Höhepunkt des Ruhetages sagt alles. Speziell genannt sei hier auch der großartige Frankfurter Kranz von Bäckermeister Christian Schwietz, der die Wiedemann-Crew wirkungsvoll verstärkt.
Bleibt bei all diesem Einsatz denn noch Zeit für ein Engagement, für ein Hobby? Ja, gibt es! So wie Peter die 1. Handball-Mannschaft des TV Schwafheim (Verbandsliga) coacht, trainiert Michael die F-Jugend. Auf dem Mannschaftsfoto des Vereins trägt Kellings lässig ein Betontod-Trikot und zeigt die Pommesgabel – der kundige Musikfreund erkennt den bekennenden Heavy-Metal-Anhänger.
Dass Michael jetzt kaum noch Chancen hat, das Metal-Highlight Wacken oder die Dong über Tage zu genießen, liegt auf der Hand. Das „Rage against Racism“-Fest in Friemersheim aber ist ein Muss – da ist „Kelle“ auch als Berichterstatter unterwegs. Wenn dann doch noch mal ein Stündchen Zeit ist, dann stehen etwas Tennis und ganz viel MSV Duisburg auf der Speisenkarte.


Zu unseren Bildern (zum Vergrößern bitte anklicken):

Foto 1: 1960 - Die Start-Anzeige nennt die Düsseldorfer Straße 58, Standort von „Milch (Heinrich) Theisen“. Schwiegersohn Hans und Tochter Anneliese haben hier eine Bestell-Filiale.

Foto 2: 1988 - Der Ausbildungsvertrag der Kreishandwerkerschaft Wesel bezeugt, dass für den 18-jährigen Michael Kellings nunmehr der Ernst des Bäcker-Lebens begonnen hat.

Foto 3: 1998 – Nach 37 Jahren Verantwortung übergeben Hans und Anneliese Wiedemann das blühende Unternehmen an Sohn Peter und Schwiegertochter Petra (geb. Blomenkamp).

Foto 4: 2025 – Nach 28 Jahren Geschäftsführung ist es für Peter und Petra Wiedemann soweit – die Verantwortung für das Große und Ganze trägt nun Michael Kellings.

Bäckerei im Wandel - Michael Kellings übernimmt

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Das Rumeln-Kaldenhausen-Buch ist wieder da!

Verfasst am: 2025-03-25  •  Autor: Ferdi Seidelt  •  Fotos: RT-Jahrbücher

Das Rumeln-Kaldenhausen-Buch ist wieder da!Das Rumeln-Kaldenhausen-Buch ist wieder da!

Als 2009 das erste „Jahrbuch Rumeln-Kaldenhausen“ erschien, war es für die Branche ein Novum. Da bringt eine Stadtteilgemeinschaft ein Buch heraus, was weit mehr ist als nur die sprichwörtlichen „Gelben Seiten“. Verbreitet wird es im Ort selbst und im nahen Umfeld wie Vennikel, Schwafheim, Bergheim und Mühlenberg. Insgesamt 10.000 Haushalte erfreuen sich insgesamt an diesem Almanach.
Das Erfolgsrezept war und ist auch in den kommenden acht Auflagen – die Nr. 9 wird momentan von emsigen Helfern verteilt – stets gleich. Nach einem Grußwort des Vorsitzenden Ferdi Seidelt, der das aktuelle Tun des „Runden Tisches“ beschreibt, und der Nennung der Ferientermine des aktuellen und kommenden Jahres stellen sich alle Mitglieder auf einer halben Seite mit ihren wichtigsten Daten vor.
In sortierender Alphabet-Manier zeigen sich Dienstleistung, Fitness/Wellness, Gastronomie, Gesundheit, Handel, Handwerk, Haus/Garten, Kultur/Kirche, Recht/Steuern/Versicherungen, Schönheit/Kosmetik und das Vereinsleben.
Insgesamt sind es stets plus/minus 150 Einträge, die beweisen, wie breit der Runde Tisch organisiert ist. So präsentieren sich mit der Awo Rumeln-Kaldenhausen, dem ASV Gut Biss Rumeln-Kaldenhausen, dem Bauverein Rheinhausen, den Brettseglern Rheinhausen, der DLRG Rheinhausen, dem FC Rumeln-Kaldenhausen, dem Bienenmuseum Duisburg, dem Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Rumeln-Kaldenhausen, dem Bauverein Friemersheim, der Tanzsportgemeinschaft Rheinhausen, dem Männer- und Frauenchor Rumeln, dem Verein Deutscher Pilsfreunde, dem Reit- und Fahrverein Ziethen, dem Rumelner Turnverein, dem Tennis-Club Rumeln-Kaldenhausen, dem TV Kaldenhausen, dem TV Vennikel, dem Sozialverband VdK Rumeln-Kaldenhausen und der Wassersportgemeinschaft Rumeln-Kaldenhausen (fast) alle Vereine, die tief mit und in Rumeln-Kaldenhausen verwurzelt sind – wenn es hin und wieder der Name nicht unbedingt verrät.
Im hinteren Teil zu finden ist die Kurz-Chronik Rumeln-Kaldenhausen von Heinz Billen, das Firmenregister und alle Adressen der Kindergärten und Schulen. Insgesamt zeigt sich das Büchlein in farbiger Schönheit und präziser Eleganz – verantwortlich zeichnet hier Runder Tisch-Chef-Designer Thomas Michels. Das „Branchenbuch“ ist eine der Visitenkarten des Runden Tisches - neben seinem Sommerfest, neuerdings dem Drachenboot-Spektakel, der Geschichtswerkstatt, der Weihnachtsbeleuchtung sowie den medialen Offensiven im Sonntagsblatt, im Internet und auf Facebook.
Ergänzend sei erwähnt, dass auch das aktuelle Titelfoto des Almanachs, das Einstein-Portrait am Fluchtturm des örtlichen Gymnasiums, eine Leistung des Runden Tisches ist. Wie auch die Frontseiten früherer Hefte: die Wappen-Wand, das Bergbau-Mini-Museum und die Bauern-Reminiszenz. Motto: Am Runden Tisch dreht sich erkennbar immer was…

Das Rumeln-Kaldenhausen-Buch ist wieder da! Das Rumeln-Kaldenhausen-Buch ist wieder da!

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