Live – „40 Jahre Teddy Technik“ und vieles mehr!

Verfasst am: 2018-04-22  •  Autor: Ferdi Seidelt  •  Fotos: AFO, Hutchinson, Kusters, Menne, Winter, Wojtyczka

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Es gibt kaum etwas Schöneres, als mit Freunden ein Live-Konzert zu genießen. In Rumeln-Kaldenhausen ist das beispielsweise möglich auf dem Sommerfest und dem Weihnachtsmarkt des Runden Tisches – und natürlich im Kulturspielhaus Rumeln. Nachstehend die sechs Darbietungen, die 2018 vom Runden Tisch produziert oder unterstützt werden.
Los geht es mit einem ersten Hofkonzert, Dorfstraße 19, am Samstag, 9. Juni 2018, 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr). Das Acoustic Fun Orchestra (Bild 1) wird on stage sein und uns zurufen: „Kommen Sie näher, kommen Sie ran, alle einsteigen, wir nehmen Sie mit auf den Trip To Mixico! Bei uns wird alles gemixt, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.“ Verrückte Medleys, waghalsige Übergänge, Star-Interpreten, die sich urplötzlich die Klinke in die Hand geben – ein musikalisch-hintersinniges Programm aus den Höhen (und Tiefen!) der Rock & Pop-History! Lady Gaga meets Barbie Girl, AC/DC kommen im Mönchskostüm daher, Queen gibt es ebenfalls einmal ganz anders. Karten (VVK 16, AK 19 €) für das europaweit erfolgreiche Quartett: Geistfeld-Apotheke, Peerebooms, Klatt, Musikschule.
Ein weiteres Hofkonzert steigt am Samstag, 25. August 2018, 19 Uhr (Einlass: 18 Uhr). Die Gruppe Feliz (Bild 2) präsentiert traditionelle Jazz/Swing-Arrangements, lateinamerikanische Musik und Soul. Die Musik ist lyrisch, anspruchsvoll, charmant und begeistert durch solistische Darbietung. Stücke der großen Jazz-Epoche von Cole Porter, Frank Sinatra, George Gershwin, Stan Getz oder Antonio Carlos Jobim werden geschickt kombiniert mit aktuellen Interpreten wie Nora Jones, Alicia Keys, Stevie Wonder, Pharrell Williams oder Ed Sheeran. Die große Erfahrung der studierten Sängerin und Solisten auch in zahlreichen anderen Projekten gewährleistet hierbei ein Höchstmaß an Spielpraxis und Professionalität. Karten (VVK 16, AK 19 €): Geistfeld-Apotheke, Peerebooms, Klatt, Musikschule.
Ein absolutes Highlight hat das Sommerfest-Team um Melanie Moldenhauer an Land ziehen können. Am Samstag, 1. September 2018, heißt es am Sittardweg 17: „40 Jahre Teddy Technik & Effekthascher (Bild 3) + Steiler Zahn Verein – das offizielle Jubiläumskonzert!“ Seit 1978 spielt die siebenköpfige Band Rock'n'Roll-Songs und Evergreens der 50er und 60er Jahre mit deutschen Texten. Teddy Technik’s Effekthascher begeistern mit musikalischer Qualität, geballter Power und kurzweiligem Entertainment. Die Teddys bringen zu 100 % live und ohne Playback die wilden Zeiten zurück auf die Bühne. Die Besetzung: Miss Chris Carrera, Hatti Hammer, Fred Tornado, Georgio Marotte, Günter Sax, Mucki Maserati, Diddy Trommel. In memoriam Werner Browatzki!
Ein gutes viertel Jahr später, am Freitag, 7. Dezember 2018, 18 Uhr, wird auf der Vorabendbegegnung zum Weihnachtsmarkt die irische Folk-Formation Fragile Matt (Bild 4) begrüßt (Friedhofallee 11). Die Band ist europaweit unterwegs. Zum Bandnamen: Doolin, 2008, draußen stürmt es, drinnen offener Kamin, gemütlich, Session läuft, Musiker alt und jung. Matthew (82) in der Ecke, Quetsche neben ihm, Spoons klackern rhythmisch auf seinem Knie. Großes, zahnloses Lächeln für die Ladys, ein Funkeln in seinen Augen, ein aufmerksames Ohr. Auf dem alten, abgegriffenen Akkordeon-Koffer der Hinweis „Fragile“ . Fragile Matt, das ist es! Das so benannte Trio steht für erfrischend, gefühlvoll, fröhlich, lebendig, mehrstimmiger Gesang, umrahmt von fetzigen irischen und schottischen Tunes.
Tags drauf, auf dem Weihnachtsmarkt, am Samstag, 8. Dezember 2018, 18 Uhr, gibt sich die NL-Kapelle Göt Net (Bild 5) die Ehre. 1983, bei einer Betriebsfeier im Krankenhaus Venray Saint Elisabeth, beschlossen Mitarbeiter in fröhlicher Stimmung, eine „Joekskapel“ zu gründen. Die Auftritte begeistern, 15 Männer und Frauen präsentieren mit viel Spaß ein Repertoire von Klassik bis House. Launig heißt es: Wenn in einer Gruppe Musik gemacht wird, ist es wichtig, dass jeder das gleiche Stück spielt. Das ist nicht einfach. In Mart Kusters hat Göt Net einen Mann gefunden, der klar gemacht hat, dass 1, 2, 3, 4 nicht nur eine mathematische Reihe ist, sondern nach 4 begonnen werden sollte. Zu winken, was er tut, ist kein Zeichen dafür, dass es ihn gibt, sondern gestoppt werden kann.“
Am Sonntag, 9. Dezember 2018, 11.30 Uhr, also nach dem Gottesdienst, gibt es einen vorweihnachtlichen Musik-Frühschoppen mit Hardy's Jazzband (Bild 6) aus Gelsenkirchen. Gespielt wird fröhlicher Dixieland-Jazz. Viel Technik ist nicht nötig, um gute Musik und noch mehr gute Laune zu verbreiten. Das Quartett wird gebildet aus der Melodie-Abteilung Posaune und Trompete sowie den Rhythmus-Machern Sousaphon und Banjo. So ausgestattet werden so typische Dixie-Merkmale wie Kollektivimprovisation und Breaks bestens dargestellt. Es ist ein feines Vergnügen, wenn die gesamte Gruppe gemeinsam über ein bestimmtes Musik-Gerüst improvisiert. Weihnachts­markt-Organisatorin Angelika Mausolff freut sich sehr, dass es in diesem Jahr gleich drei Bühnen-Leckerbissen zu genießen gibt.

Zu unseren Bildern (zum Vergrößern bitte anklicken):
1 – Hofkonzert I – 9. Juni 2018, 19 Uhr – Acoustic Fun Orchestra (Foto A-F-O)
2 – Hofkonzert II – 25. August 2018, 19 Uhr – Feliz (Foto Robert Winter/Nadine Targiel)
3 – Sommerfest – 1. September 2018 – Teddy Technik & Effekthascher (Foto Christoph Wojtyczka)
4 – Weihnachten I – 7. Dezember 2018, 18 Uhr – Fragile Matt (Foto David Hutchinson)
5 – Weihnachten II – 8. Dezember 2018, 18 Uhr – Göt Net (Foto Mart Kusters)
6 – Weihnachten III – 9. Dezember 2018, 11 Uhr – Hardy's Jazzband (Foto Eberhard Menne)

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Cölve – geht den Verantwortlichen ein Licht auf?

Verfasst am: 2018-04-19  •  Autor: Ferdi Seidelt

Cölve – geht den Verantwortlichen ein Licht auf?

Die Ideen gehen den Kämpfern für die Wiederherstellung der Cölve-Brücke nicht aus. Unter dem Motto „Damit Verantwortlichen mal ein Licht aufgeht – wie wichtig die Cölve-Brücke ist!“ steigt am Wochenende 21. und 22. April auf dem wracken Viadukt eine Aktion voller Symbolik. Zwischen 12 und 18 Uhr werden am Samstag vor der Brücke zuerst einmal Kerzen verkauft.
Die Initiatoren: „Entzündet eine Kerze und stellt sie auf die Cölve-Brücke. Wir wollen damit ein Zeichen setzen und die Öffentlichkeit wiederum auf die Cölve-Brücke aufmerksam machen. Wir dürfen in unserem Bestreben nach einer Behelfsbrücke nicht nachgeben. Wir werden die sterbende Brücke erleuchten – für ein Wiederbeleben!“
Die eigentliche Aktion wird ihre Wirkung mit Einbruch der Dunkelheit entfalten. Dann werden die zuvor gekauften Kerzen brennen, gerne können am Abend auch eigene Kerzen entzündet und hinzu gestellt werden. Während des Aufbaus der Licht-Installation sind Gespräche möglich, können Informationen ausgetauscht werden.
Natürlich will die Bürgerinitiative wissen, was denn nun in dem von Moers gewollten Gutachten steht! Hier interessiert insbesondere die Frage, wie Moers die Anschaffung der in das alte Bauwerk „Kontakte-frei einzufädelnden“ Behelfsbrücke sieht. Bekanntlich wird die Bürgerinitiative nicht müde zu betonen, dass dies sehr kurzfristig gehe und finanziell überschaubar sei.
Auch der Start der interkommunalen Begleitkommission wird sacht angemahnt. Während die Idee, eine solche einzurichten, von der Bezirksvertretung Rheinhausen kam, wird heute der Hauptausschuss der Stadt Moers seinem Stadtrat, der wiederum am Mittwoch, 25. April, tagt, empfehlen, in diesem Gremium aktiv mitzumachen.
Was wären die nächsten Schritte? Auf Moerser Seite muss der Rat der Stadt zuerst einmal die aktive Mitarbeit in der Begleitkommission und später die Beschaffung der Brücke mehrheitlich wollen – in diesem Gremium haben die SPD als stärkste Fraktion und ihre Bündnispartner das Sagen, Bürgermeister Christoph Fleischhauer (CDU) ist hier im Zweifelsfall lediglich interessierter Zuschauer. Auf Duisburger Seite sind alle Farben für das Projekt, auch hier müssen die parlamentarischen Gremien noch die finanziellen Aspekte beschließen - nach Lage der Dinge werden sich die Städte die Kosten wohl teilen. Parallel dazu müssten die Brücke bestellt und die Vorarbeiten (Rampen, Leitungen etc) mit Moers besprochen werden. Ebenfalls umgehend ist die Bahn zu informieren, damit beizeiten die Sperrung der Gleise erfolgen kann.
Greifen alle Rädchen ineinander, dürfte der Plan nach einer relativ raschen Wiederherstellung der Wegeverbindung funktionieren und viele Menschen glücklich machen. Gibt es jedoch bremsende oder teilnahmslose Manöver, dann werden die Bürger im Spannungsdreieck Bergheim, Schwafheim und Rumeln noch so manche Demonstration zu kreieren wissen...



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